Wolfgang Baxrainer, Aquarellist Hier erfahren Sie alles, wirklich alles über die Aquarellmalerei - von den Grundlagen bis zu unglaublichen Praxis-Tipps und Tricks

Soziale Medien

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Manchmal werde ich gefragt, warum ich nicht (mehr) auf Facebook aktiv bin.

Nun, seit es Instagram, Facebook etc. gibt, nutze ich diese Plattformen, FB vom ersten Tag an, glaube ich. Vorwiegend wenn es um spezielle Fragen bei Betriebssystemen, IT oder Digitale Bildbearbeitung geht. In den letzten Jahren aber auch da immer weniger, da Software und Hardware immer besser und selbsterklärender wurden. Für die Malerei nutze ich beispielsweise FB fast gar nicht mehr, allenfalls dann, wenn ich größere Änderungen an meiner Website durchgeführt habe.

Zur Präsentation meiner Bilder nutze ich Facebook schon seit Jahren nicht mehr. Was mich nämlich ganz außerordentlich stört, ist diese meist unechte, falsche Lobhudelei bei eingestellten Bildern, speziell bei den Aquarellen. Äußerungen wie "wunderbar", "toll gemacht", "phantastisch", "wunderschön", "traumhaft", "ein Meisterwerk" etc. – für Bilder, die eigentlich in die Mülltonne gehören. Ehrliche Meinungen sind absolute Rarität, es gibt großteils nur seichte, unverbindlich nichtssagende Kommentare, die sich ständig wiederholen. Haben die Leute keine eigene Meinung?
Bei den meisten Foren für Malerei soll dies übrigens genau so zutreffen, wie mir mehrere Dozenten-Kollegen berichteten. Ich weiß es nicht, zwar war ich vor vielen Jahren mal bei einem Aquarell-Board Mitglied, allerdings nur für einige Tage, das reichte mir dann. Ich will das nicht – und ich vermisse es nicht.

Dabei bin ich seit den 80-er Jahren ein intensiver und begeisterter Nutzer der EDV - und seit es Internet gibt, auch des World Wide Web. Ich nutze auch YouTube, habe dort auch einige kostenlose Tutorial-Videos eingestellt, die weit über eine Million Klicks haben. Leider wird aber auch YouTube in letzter Zeit immer unübersichtlicher und schwächer. Dazu kommt noch viel lästige Werbung und auch Geschwindigkeitsverlust.

Dennoch - soziale Medien können, gezielt eingesetzt, wahrlich ein Segen sein. Aber sie machen viele Menschen auch abhängig. Außerdem sind FB und Konsorten gigantische Zeitdiebe. Da verbringe ich lieber Zeit mit der Familie, mit meiner Musik – oder auch mit Bildbearbeitung und Programmieren.

FB-Freundschaften? Likes? Will ich das?

Nein, ein ganz klares Nein! Diese Pseudo-Freundschaften brauche ich wirklich nicht. Zudem waren mir die ständigen E-Mail-Informationen zuwider. Ich weiß natürlich, dass es inzwischen viele Menschen gibt, die bereits in Abhängigkeit zu diesen Medien stehen. Die tun mir wirklich leid, haben die keine echten Kontakte?

Aber das wird sich vermutlich sowieso ändern, denn junge Leute nutzen heutzutage kaum mehr Facebook, die sind sowieso auf anderen Plattformen aktiv. Mark Zuckerberg muss sich wohl künftig mit FB einigen weiteren Herausforderungen  stellen müssen. Dabei werden ihn so manche Fragen immer wieder quälen. Die gravierendste scheint vor allem zu sein, wie er seine Nutzer bei Facebook behält. Egal ob es sich um Geschäfts-Seiten oder private User handelt. Aber das kann mir egal sein…