Hier erfahren Sie alles über die Aquarellmalerei - von den Grundlagen bis zu unglaublichen Praxis-Tipps und Tricks

Die Perspektive des Aquarellmalers

Nein, das wird ganz bestimmt keine pseudo-wissenschaftliche Abhandlung über die Perspektive - da gibt es bereits unzählige gute (und auch weniger gute) Bücher zu diesem Thema. Auch im Web gibt es inzwischen Unmengen an nicht immer leicht verständlichen Anleitungen zur "Konstruktion von Gebilden" - nein, diese Arbeit tu ich mir wirklich nicht an! Ich zeige Ihnen, wie Sie mit wirklich einfachen Mitteln trotzdem zu guten Ergebnissen kommen.

Die Perspektive des Aquarellmalers?

Gibt's da etwa eine besondere Perspektive? Keine Angst, ich werde hier nicht in den Tiefen der Perspektive wühlen, denn ich weiß, dass wir mit ganz wenigen elementaren Grunsätzen und einigen Hilfsmitteln und Tricks in den allermeisten Fällen recht einfach zum Ziel kommen!

Dazu eine kleine, wahre Geschichte. Als Jugendlicher hatte ich die Gelegenheit, als Teilnehmer einer Sommerakademie dem großen Oskar Kokoschka zu begegnen. Unvergesslich, was er gleich zu Beginn des Kurses zu den Teilnehmern sagte: "Vergessen sie alles, was sie bisher über Perspektive gehört oder gelesen haben - und verlassen sie sich ausschließlich auf das, was sie sehen".

Damals habe ich nicht wirklich verstanden, was er meinte, erst viel später konnte ich einiges von dem umsetzen, was O.K. uns Teilnehmern versuchte, nahezubringen. Der Arbeitstitel des Akademiekurses damals lautete übrigens "Schule des Sehens".


Dennoch kommen wir nicht ganz ohne perspektivischem Grundwissen aus, wir werden uns aber genauer mit dem Sehen - dem Vergleichen und Abschätzen von Linien und Größen befassen.



Sollten Sie sich aber tatsächlich ausführlich mit dieser faszinierenden Materie auseinandersetzen wollen, finden Sie bei meinen Buchempfehlungen einige wirklich ausgezeichnete Bücher. 
Eine empfehlenswerte, sehr ausführliche Website finden Sie hier:    (öffnet neue Seite)


Warum brauchen wir also nun die Perspektive?

Die Perspektive hat die Aufgabe bzw. bietet die Möglichkeit, dreidimensionale Objekte (z.B. Gebäude, Gegenstände) auf einer zweidimensionalen Fläche (unser Papier) so abzubilden, dass dennoch ein räumlicher Eindruck entsteht. 
Als Maler verwenden wir (meistens ganz automatisch) sehr oft die Luftperspektive und die Farbperspektive. Dazu etwas später. Das, was die meisten Anfänger unter "Perspektive" verstehen (und fürchten), ist die Linearperspektive mit den dazugehörigen Fluchtpunkten, Hilfslinien und ihren vielen Unterformen.

Grundsätzlich sollten wir versuchen, das zu zeichnen bzw. zu malen, was wir sehen. Konstruieren Sie also niemals nach den Regeln der(Linear-) Perspektive, sondern verlassen Sie sich beim Erfassen der Motive, egal ob geometrisch oder nicht, auf Ihr Auge und kontrollieren Sie Längen und Winkel mittels Messungen. So werden Sie selbst komplizierte Gebäude oder Straßenzüge auch ohne das Wissen um die Perspektive richtig zeichnen.

Die Kenntnis der Linearperspektive ist aber notwendig, um beispielweise von parkenden Autos verdeckte Gebäudeteile darzustellen. Oder - wenn ich nach einem Foto malen möchte (was meiner Meinung nach vollkommen legitim ist, soferne das Bild keine kleinkarierte Wiedergabe dieses Fotos werden soll) und z.B. großes Buschwerk  den Blick auf eine interessante Hauspartie mit Fenstern verdeckt, bin ich gezwungen, diese Elemente "richtig" einzuzeichnen. 
Ich selbst male sehr oft nach schnellen Skizzen, die ich vor Ort (auch bei Urlaubsreisen) angefertigt habe. Da passiert es schon mal, dass manche Linien nicht sehr sauber gelingen und ich zur Kontrolle die Linearperspektive heranziehe. Dafür aber reicht das elementare Grundwissen - welches als separater Punkt behandelt wird - vollkommen aus.


Die für uns wichtigen Perspektivarten:

Wir sind keine Konstukteure, Archtiekten oder Baumeister, wir müssen nichts konstruieren, sondern wir wollen malen. Um in der Landschaft stehende Gebäude oder auch ganze Straßenzüge perspektivisch richtig darzustellen, benötigen wir nicht dieses umfangreiche Wissen obiger Berufsgruppen, es genügen tatsächlich wenige Wissenselemente, die, richtig eingesetzt, in fast allen Fällen zum gewünschten Ziel führen.

  • Die Luft- und Farbperspektive

Als Aquarellisten sind wir in der Lage, alleine durch Helligkeitsunterschiede (Luftperspektive) oder durch geschicktes Einsetzen von unterschiedlichen Farben räumliche Wirkung zu erzielen. Diese Chance lassen wir uns auch bei Bildern mit einigen oder vielen Gebäuden nicht entgehen.

  • Die (vereinfachte) Linearperspektive

Der Schrecken vieler Anfänger: Parallelperspektive, Frosch- und Vogelperspektive, Augenhöhe, Auglinie, Fluchtpunktperspektive, Grundebene, Bildebene, Hauptsehstrahl, Sehdistanz, Diagonal-Fluchtpunkte, Messpunkte usw.
Keine Angst - das Meiste davon können Sie getrost vergessen, wenn Sie "nur" aquarellieren wollen. Mit den Hilfsmitteln und Tipps verliert die Perspektive ihren Schrecken. Wetten?

Die Perspektive des Aquarellmalers

Nein, das wird ganz bestimmt keine pseudo-wissenschaftliche Abhandlung über die Perspektive - da gibt es bereits unzählige gute (und auch weniger gute) Bücher zu diesem Thema. Auch im Web gibt es inzwischen Unmengen an nicht immer leicht verständlichen Anleitungen zur "Konstruktion von Gebilden" - nein, diese Arbeit tu ich mir wirklich nicht an! Ich zeige Ihnen, wie Sie mit wirklich einfachen Mitteln trotzdem zu guten Ergebnissen kommen.

Die Perspektive des Aquarellmalers?

Gibt's da etwa eine besondere Perspektive? Keine Angst, ich werde hier nicht in den Tiefen der Perspektive wühlen, denn ich weiß, dass wir mit ganz wenigen elementaren Grunsätzen und einigen Hilfsmitteln und Tricks in den allermeisten Fällen recht einfach zum Ziel kommen!

Dazu eine kleine, wahre Geschichte. Als Jugendlicher hatte ich die Gelegenheit, als Teilnehmer einer Sommerakademie dem großen Oskar Kokoschka zu begegnen. Unvergesslich, was er gleich zu Beginn des Kurses zu den Teilnehmern sagte: "Vergessen sie alles, was sie bisher über Perspektive gehört oder gelesen haben - und verlassen sie sich ausschließlich auf das, was sie sehen".

Damals habe ich nicht wirklich verstanden, was er meinte, erst viel später konnte ich einiges von dem umsetzen, was O.K. uns Teilnehmern versuchte, nahezubringen. Der Arbeitstitel des Akademiekurses damals lautete übrigens "Schule des Sehens".


Dennoch kommen wir nicht ganz ohne perspektivischem Grundwissen aus, wir werden uns aber genauer mit dem Sehen - dem Vergleichen und Abschätzen von Linien und Größen befassen.



Sollten Sie sich aber tatsächlich ausführlich mit dieser faszinierenden Materie auseinandersetzen wollen, finden Sie bei meinen Buchempfehlungen einige wirklich ausgezeichnete Bücher. 
Eine empfehlenswerte, sehr ausführliche Website finden Sie hier:    (öffnet neue Seite)


Warum brauchen wir also nun die Perspektive?

Die Perspektive hat die Aufgabe bzw. bietet die Möglichkeit, dreidimensionale Objekte (z.B. Gebäude, Gegenstände) auf einer zweidimensionalen Fläche (unser Papier) so abzubilden, dass dennoch ein räumlicher Eindruck entsteht. 
Als Maler verwenden wir (meistens ganz automatisch) sehr oft die Luftperspektive und die Farbperspektive. Dazu etwas später. Das, was die meisten Anfänger unter "Perspektive" verstehen (und fürchten), ist die Linearperspektive mit den dazugehörigen Fluchtpunkten, Hilfslinien und ihren vielen Unterformen.

Grundsätzlich sollten wir versuchen, das zu zeichnen bzw. zu malen, was wir sehen. Konstruieren Sie also niemals nach den Regeln der(Linear-) Perspektive, sondern verlassen Sie sich beim Erfassen der Motive, egal ob geometrisch oder nicht, auf Ihr Auge und kontrollieren Sie Längen und Winkel mittels Messungen. So werden Sie selbst komplizierte Gebäude oder Straßenzüge auch ohne das Wissen um die Perspektive richtig zeichnen.

Die Kenntnis der Linearperspektive ist aber notwendig, um beispielweise von parkenden Autos verdeckte Gebäudeteile darzustellen. Oder - wenn ich nach einem Foto malen möchte (was meiner Meinung nach vollkommen legitim ist, soferne das Bild keine kleinkarierte Wiedergabe dieses Fotos werden soll) und z.B. großes Buschwerk  den Blick auf eine interessante Hauspartie mit Fenstern verdeckt, bin ich gezwungen, diese Elemente "richtig" einzuzeichnen. 
Ich selbst male sehr oft nach schnellen Skizzen, die ich vor Ort (auch bei Urlaubsreisen) angefertigt habe. Da passiert es schon mal, dass manche Linien nicht sehr sauber gelingen und ich zur Kontrolle die Linearperspektive heranziehe. Dafür aber reicht das elementare Grundwissen - welches als separater Punkt behandelt wird - vollkommen aus.


Die für uns wichtigen Perspektivarten:

Wir sind keine Konstukteure, Archtiekten oder Baumeister, wir müssen nichts konstruieren, sondern wir wollen malen. Um in der Landschaft stehende Gebäude oder auch ganze Straßenzüge perspektivisch richtig darzustellen, benötigen wir nicht dieses umfangreiche Wissen obiger Berufsgruppen, es genügen tatsächlich wenige Wissenselemente, die, richtig eingesetzt, in fast allen Fällen zum gewünschten Ziel führen.

  • Die Luft- und Farbperspektive

Als Aquarellisten sind wir in der Lage, alleine durch Helligkeitsunterschiede (Luftperspektive) oder durch geschicktes Einsetzen von unterschiedlichen Farben räumliche Wirkung zu erzielen. Diese Chance lassen wir uns auch bei Bildern mit einigen oder vielen Gebäuden nicht entgehen.

  • Die (vereinfachte) Linearperspektive

Der Schrecken vieler Anfänger: Parallelperspektive, Frosch- und Vogelperspektive, Augenhöhe, Auglinie, Fluchtpunktperspektive, Grundebene, Bildebene, Hauptsehstrahl, Sehdistanz, Diagonal-Fluchtpunkte, Messpunkte usw.
Keine Angst - das Meiste davon können Sie getrost vergessen, wenn Sie "nur" aquarellieren wollen. Mit den Hilfsmitteln und Tipps verliert die Perspektive ihren Schrecken. Wetten?